Schirmherrschaft

Anne Sofie von Otter
Anne Sofie von Otter
Über Anne Sofie von Otter
Mit einer unvergleichlichen, vielfach preisgekrönten Diskografie gehört Anne Sofie von Otter zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten ihres Fachs. Ihre außergewöhnliche Bandbreite führte sie zur Zusammenarbeit mit legendären Dirigenten wie Carlos Kleiber, Claudio Abbado und Giuseppe Sinopoli ebenso wie mit Künstlern aus anderen Genres, darunter Elvis Costello, Brad Mehldau und Rufus Wainwright.
Ein sich stetig wandelndes Repertoire ist ein wesentlicher Faktor für das internationale Profil der in Schweden geborenen Sängerin. Früh wurde sie als herausragende Octavian-Interpretin in Der Rosenkavalier gefeiert; später sorgte sie für Aufsehen mit der Gestaltung der Leonora in der Uraufführung von Thomas Adès’ Oper The Exterminating Angel bei den Salzburger Festspiele sowie am Royal Ballet and Opera.
Zu den jüngeren Höhepunkten zählen Madame de Croissy (Dialogues des Carmélites) am Théâtre des Champs-Élysées, Marcellina (Le nozze di Figaro) in der Inszenierung von Christof Loy an der Bayerische Staatsoper, L’Opinion Publique (Orphée aux Enfers) in der Regie von Barrie Kosky bei den Salzburger Festspielen sowie Mérope (Oedipe) an der Opéra National de Paris. In den vergangenen Spielzeiten debütierte sie zudem als Gräfin (Pique Dame) an der La Monnaie unter Nathalie Stutzmann sowie als Adelaide (Arabella) am Teatro Real unter David Afkham.
Als Muse und Inspirationsquelle mehrerer zeitgenössischer Komponisten ist sie besonders mit Mikael Karlssonverbunden. Dessen Liederzyklus So We Will Vanish ist ihr gewidmet und erklang zuletzt mit dem Danish National Symphony Orchestra sowie dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste. 2023 kreierte sie an der Royal Swedish Opera die Rolle der Gaby in der Uraufführung von Karlssons Oper Melancholia sowie die Justine in Fanny and Alexander, das in einer Inszenierung von Ivo van Hove an La Monnaie unter Ariane Matiakh zur Uraufführung kam und international live gestreamt wurde. Ebenfalls zur Uraufführung gelangte Philippe Manourys Werk Die letzten Tage der Menschheit an der Oper Köln.
Auch als Konzert- und Liedsängerin von außergewöhnlichem Rang ist von Otter weltweit gefragt. Sie gastiert regelmäßig auf den bedeutendsten Bühnen und überzeugt mit einem breit gefächerten Repertoire, das Werke von Mahler, Berlioz, Bach und Kurt Weill ebenso umfasst wie ihre umfangreichen Liedaufnahmen – von Klassikern Schuberts, Schumanns, Wolfs und Mahlers bis zu selten gesungenen Werken von Cécile Chaminade, Korngold, Peterson-Bergen und Stenhammar.
In der Saison 2025/26 stehen Liederabende in Nordamerika mit ihrem langjährigen Partner Kristian Bezuidenhout auf dem Programm, mit Schuberts Schwanengesang, sowie Tourneen nach Japan und Hongkong mit einem festlichen Trio-Programm. Mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons übernimmt sie die Baronesse in Vanessa. Weitere Aufführungen von So We Will Vanish folgen mit dem Gothenburg Symphony Orchestra und dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter Pekka Kuusisto. Auf der Opernbühne ist sie als Cornelia (Giulio Cesare) am Opernhaus Zürich, als Geneviève (Pelléas et Mélisande) an der Staatsoper Unter den Linden sowie erneut als Ottavia in Christoph Marthalers visionärer Inszenierung von L’incoronazione di Poppea an der Royal Danish Opera zu erleben.
Anne Sofie von Otter zählt heute zu den meistaufgenommenen Sängerinnen ihrer Zeit. Über vier Jahrzehnte hinweg entstand eine einzigartige Diskografie, darunter zahlreiche Einspielungen für Deutsche Grammophon: der mit einem GRAMMY ausgezeichnete Mahler-Zyklus Des Knaben Wunderhorn unter Claudio Abbado, Händels Ariodante, Giulio Cesare und Hercules mit Marc Minkowski sowie das Crossover-Projekt For the Stars mit Elvis Costello. Bei Naïve Classique erschien das Doppelalbum Douce France, das 2015 mit dem Grammy Award für das beste klassische Solo-Gesangsalbum ausgezeichnet wurde.
Viele ihrer großen Opernrollen sind zudem auf Ton- und Bildträgern dokumentiert: Octavian unter Bernard Haitink mit der Staatskapelle Dresden sowie auf DVD mit der Wiener Staatsoper unter Carlos Kleiber; Cherubino (Le nozze di Figaro) unter James Levine; La clemenza di Tito und Orfeo ed Euridice unter John Eliot Gardiner sowie Ariadne auf Naxos unter Giuseppe Sinopoli.