Jurymitglieder 2016

KS Prof. Harald Stamm, Juryvorsitz DEBUT 2016

KS Prof. Harald Stamm studierte Naturwissenschaften und Sport an der Universität Mainz und arbeitete 5 Jahre als Gymnasiallehrer. Während dieser Zeit begann er ein privates Gesangsstudium bei Franz Fehringer.
1967 wurde er Preisträger beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Wien und 1968 beim VDMK-Wettbewerb in Berlin.
Sein Debüt fand 1968 am Musiktheater Gelsenkirchen statt, dann folgten Engagements in Kassel und am Opernhaus Köln. Seit 1973 ist Prof Harald Stamm festes Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper. Gastverträge führten ihn nach Köln und an die Deutsche Oper Berlin und zahlreiche deutsche und europäische Bühnen sahen ihn als Gastspieler.
Das Repertoire von Harald Stamm umfaßt nahezu das gesamte deutsche und italienische Baßfach, aber auch den Don Giovanni und den Escamillo (Carmen). Mit seiner am häufigsten gesungenen Partie, dem Sarastro in der "Zauberflöte" debütierte er 1979 an der Metropolitan Opera New York. Als Oratorien- und Konzertsänger ist Harald Stamm auf den bedeutenden Konzertpodien ein international gefragter Gast. Seine besondere Liebe gilt dem Lied. So hat er neben einer Vielzahl von Rundfunkproduktionen 2 Langspielpatten mit Liedern von Liszt, Franz, Brahms, Wolf und Schubert eingespielt. Liederabende führten ihn durch ganz Europa.
1988 wurde Harald Stamm vom Senat der Hansestadt Hamburg zum Kammersänger ernannt. 1993 berief ihn der Senat von Berlin als Professor für Gesang an die Hochschule der Künste.
Jurymitglied von DEBUT seit 2004.

Georg Fritzsch, Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel

Der deutsche Dirigent Georg Fritzsch studierte zunächst Cello und war als Solocellist in Gera engagiert. Daneben studierte er Dirigieren in Dresden und Leipzig. Seine ersten Erfahrungen als Dirigent erwarb er als ständiger Gastdirigent der Philharmoniker von Gera, Suhl und Halle.

Von 1998 bis 2003 war er Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen, verbunden mit der musikalischen Leitung des Theaters Hagen.

Seit der Spielzeit 2003/04 ist er Generalmusikdirektor des Theaters Kiel. Daneben war er von 2009 bis 2011 auch Chefdirigent am Landestheater Innsbruck.

Als Gast dirigierte er u.a. die Staatskapelle Dresden, die Dresdner Philharmonie, das Deutsche Symphonieorchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Gürzenichorchester Köln, die Düsseldorfer Symphoniker, die Staatskapelle Weimar, die Stuttgarter Philharmoniker und die Nürnberger Philharmoniker. Er stand auch am Pult des Radio-Symphonieorchesters Basel, der Philharmoniker in Antwerpen, des National Symphony Orchestra of Ireland, des Taipei Sinfonieorchesters und des National Symphony Orchestra in Johannesburg.

Als Operndirigent war er u.a. in Hannover, Stuttgart, mehrfach an der Semperoper Dresden, und ist ständiger Gast an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf.

Rundfunkproduktionen für das Deutschlandradio und den Westdeutschen Rundfunk. CDs mit ihm gibt es bei BMG und Querstand.

Jüngste Einspielung ist eine DVD mit dem Live-Mitschnitt der Uraufführung von Cristobal Halffters Oper „Lázaro“ am Opernhaus Kiel.

1999-2003 war er Professor für Dirigieren in Tilburg (Niederlande). Seit 2003 leitet er jährlich einen Dirigierkurs des Dirigentenforums des Deutsche Musikrats.

Constanze Könemann, Operndirektorin Hamburg

Constanze Könemann ist Operndirektorin und Vertreterin des Intendanten an der Staatsoper Hamburg.

Bis 2014 war sie Direktorin und Inhaberin der in London ansässigen Künstleragentur Haydn Rawstron Limited, die international bekannten Sängern und Dirigenten, ebenso wie Regisseuren und Bühnen- und Kostümbildnern persönliches Management und Public Relations auf weltweiter Basis bot.

Vor ihrer Tätigkeit als Agentin war Constanze Könemann als Künstlerische Betriebsdirektorin an den Opernhäusern von Bonn und Leipzig sowie als Chefdisponentin am Theater Dortmund tätig. Ihre berufliche Laufbahn begann sie als Spielleiterin. Erste Engagements führten sie an das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld - Mönchengladbach und schließlich an die Oper Frankfurt. In diese Zeit fielen eigene Inszenierungen am Badischen Staatstheater Karlsruhe, der Opéra du Rhin Strasbourg und, für die Indiana University, am Musical Arts Center Bloomington in den U.S.A.

Constanze Könemann engagiert sich sehr für die Förderung junger Sänger und Sängerinnen und ist regelmäßig Jurorin internationaler Gesangswettbewerbe. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Operndirektorin obliegt ihr die Leitung des Opernstudios der Staatsoper Hamburg.

 

Carolin Masur, Opernsängerin, Leipzig

In Berlin geboren und in Leipzig aufgewachsen, studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin und belegte Meisterkurse u. a. bei Brigitte Fassbaender, Hans Hotter, Julia Varady und Ruth Berghaus. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1995 am Landestheater Coburg. Weitere Gastspiele führten sie zu den Dresdner Musikfestspielen, den Händelfestspielen Halle sowie an die Kammeroper Rheinsberg.
Von 2002 bis 2004 war Carolin Masur Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover.
In den letzten Jahren führten sie Gastverträge u.a. an die Staatsoper Stuttgart, das Theater Rostock, das Teatre du Capitole Toulouse, das Teatro Petruzelli Bari und an die Oper Leipzig.
Sie arbeitete mit Regisseuren wie Götz Friedrich, Peter Konwitschny oder Calixto Bieto zusammen.
Daneben ist Carolin Masur eine gefragte Konzertsängerin. Sie sang als Solistin mit dem Leipziger Gewandhausorchester, dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National und dem Orchestre Philharmonic de France, dem Israel Philharmonic Orchestra, der Osaka Philharmonic, der Singapore Symphony und vielen weiteren. Konzertgastspiele führten sie zum Luzern Festival, dem Beethovenfest Bonn, den Berliner Festwochen, nach Vietnam, Russland und Frankreich. Sie sang unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Kurt Masur, Marek Janowski, Roger Norrington, Herbert Blomstedt und Eiji Oue.
Sie war an mehreren CD-Produktionen beteiligt, so wirkte sie bei Aufnahmen von Hanns Eislers Deutscher Sinfonie (Naive), Beethovens neunter Sinfonie (Naive) und  »Raven« von Mikis Theodorakis (Genuin) mit.
 

Prof. Gerd Uecker

Prof. Gerd Uecker ist am 15.9.1946 in München geboren. 1964 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik in München in den Fächern Klavier, Musikpädagogik und Dirigat.
1969 wurde er als Solorepetitor ans  Opernhaus Köln berufen. 1970 erhielt er einen Lehrauftrag am Rheinischen Musikkonservatorium Köln.
1973 wurde er Musikdirektor und Leiter der Opernabteilung des Südostbayerischen Städtetheaters Passau, danach wechselte er  1979   an die Bayerische Staatsoper München, wo er als Direktor des Musikalischen Bereichs und Leiter des Intendanzbüros tätig war.
In der Spielzeit 1988/89 wurde er Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter des Intendanten.
1993 wurde er interimistischer Künstlerischer Leiter der Bayerischen Staatsoper München und ab September 1993 dann Operndirektor der Bayerischen Staatsoper München.
Ab 2003 bis 2010 war er Intendant der Sächsischen Staatsoper Dresden,
Semperoper. Von 2005 bis 2010 war Prof. Gerd Uecker Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz und seit 2007 ist er Vorsitzender des Hochschulrates der Musikhochschule Lübeck.

KS Prof. Christiane Iven

Die vielseitige Sopranistin war als Konzert- und Liedsängerin außerordentlich erfolgreich und ebenso auf der Opernbühne zuhause, wo sie besonders durch ihre durchdachten und außergewöhnlichen Interpretationen hervorgetreten ist. Unter anderem war sie viele Jahre Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Dort und an etlichen deutschen und europäischen Opernhäusern begeisterte sie das Publikum mit Partien wie der Feldmarschallin (Rosenkavalier), Agathe (Freischütz), Didon (Les Troyens), Marie (Wozzeck), Kundry (Parsifal), Strauss‘ Ariadne (Titelpartie), Alice Ford (Falstaff), Elvira (Don Giovanni), Emilia Marty (Die Sache Makropulos), Sieglinde (Walküre) und Isolde (Tristan und Isolde).

Konzerte gab sie mit bedeutenden Orchestern, darunter Academy of St. Martin in the Fields, Concertgebouworkest Amsterdam, Bamberger Symphoniker, Ensembles Intercontemporaine, NDR-Sinfonieorchester, NHK Symphony Orchestra Tokyo, RSO Berlin, Oslo Philharmonic Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra Filarmonica della Scala, Münchner Philharmoniker und Tschechische Philharmonie unter dem Dirigat von Marc Albrecht, Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Teodor Currentzis, J.E. Gardiner, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger, Eliahu Inbal, Marco Letonja, Shao-Chia Lü, Sir Neville Marriner, Matthias Pintscher, Helmut Rilling, Michael Schoenwandt, Christian Zacharias und Lothar Zagrosek unter vielen anderen.

Ihre Liederabende mit András Schiff, Burkhard Kehring, Wolfram Rieger, Jan Philip Schulze unter vielen anderen waren für Christiane Iven ein Zentrum ihrer Konzerttätigkeit und ihre besondere Leidenschaft.

Seit 2013 hat sie eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München inne und gibt zahlreiche Meisterkurse.

Christiane Iven wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei Judith Beckmann und ergänzte ihr Studium durch Lied-Interpretationskurse bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sie ist Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs sowie mehrerer internationaler Wettbewerbe. Für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen wurde sie mit dem Niedersächsischen Staatspreis ausgezeichnet und zur baden-württembergischen Kammersängerin ernannt.

 

Christina Domnick, Studienleiterin Komische Oper Berlin

Christina Domnick, geboren in Hamburg, absolvierte ihr Studium im Fach Orchesterdirigieren von 1994 bis 1999 an der Musikhochschule Lübeck bei GMD Erich Wächter und Thomas Lang. Bereits in dieser Zeit assistierte sie u.a. bei diversen Hochschul-Opernproduktionen in Lübeck und Hamburg sowie bei Koproduktionen mit dem Theater Lübeck.

Erste Engagements führten sie 1999 bis 2004 als Korrepetitorin mit Dirigierverpflichtung ans Bremer Theater und 2005 bis 2008 ans Deutsche Nationaltheater Weimar, wo sie u.a. als musikalische Assistentin für Wagners Ring des Nibelungen wirkte. Seit 2008 ist sie Studienleiterin an der Komischen Oper Berlin.

Die Bregenzer Festspiele engagierten sie 2012 als Korrepetitorin für die Uraufführung der zeitgenössischen Oper Solaris von Detlev Glanert. 2007/08 hatte sie einen Lehrauftrag für Lied- und Partienstudium für Studenten im Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar inne.

Seit 2010 war sie mehrfach Jurymitglied beim DEBUT-Gesangswettbewerb in Weikersheim.

Neben ihrem langjährigen Festengagement an der Komischen Oper Berlin arbeitet Christina Domnick auch freiberuflich erfolgreich als Gesangs- und Sprachcoach (deutsch, französisch, italienisch) mit zahlreichen Sängern, wobei sie sowohl als erfahrene Spezialistin im Bereich Gesangstechnik und Interpretation als auch für das Partienstudium gefragt ist. Ihr umfangreiches Repertoire reicht vom Barock bis in die Gegenwart, von Oper über Operette bis Musical und umfasst die "Klassiker" des Musiktheater-Repertoires sowie auch zahlreiche seltener gespielte Werke.

 

Ralf Tiedemann, Chefredakteur "DAS OPERNGLAS", Hamburg

Ralf Tiedemann ist seit 1997 Chefredakteur des Magazins DAS OPERNGLAS. In dieser Position prägt er maßgeblich die redaktionellen Inhalte wie auch das äußere Erscheinungsbild der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift, die als eines der international wichtigsten Klassikmagazine etabliert ist.

Festival- und Premierenbesuche führen den weit gereisten Opernkenner zu den wichtigsten Produktionen in aller Welt, mit den aktuellen Stars auf, vor und hinter der Bühne ist er ebenso im Gespräch wie mit den großen, unvergessenen Legenden der Oper sowie bedeutenden Persönlichkeiten in Bereichen auch über das Musiktheater hinaus. Seine fachkundige Meinung ist sowohl bei Print-, Radio- und TV-Produktionen als auch bei Gesangs-Wettbewerben gefragt.