Jurymitglieder 2012
Professor KS Harald Stamm, Juryvorsitz DEBUT 2012
Prof. Harald Stamm studierte Naturwissenschaften und Sport an der Universität Mainz und arbeitete 5 Jahre als Gymnasiallehrer. Während dieser Zeit begann er ein privates Gesangsstudium bei Franz Fehringer.
1967 wurde er Preisträger beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Wien und 1968 beim VDMK-Wettbewerb in Berlin.
Sein Debüt fand 1968 am Musiktheater Gelsenkirchen statt, dann folgten Engagements in Kassel und am Opernhaus Köln. Seit 1973 ist Prof Harald Stamm festes Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper. Gastverträge führten ihn nach Köln und an die Deutsche Oper Berlin und zahlreiche deutsche und europäische Bühnen sahen ihn als Gastspieler.
Das Repertoire von Harald Stamm umfaßt nahezu das gesamte deutsche und italienische Baßfach, aber auch den Don Giovanni und den Escamillo (Carmen). Mit seiner am häufigsten gesungenen Partie, dem Sarastro in der "Zauberflöte" debütierte er 1979 an der Metropolitan Opera New York. Als Oratorien- und Konzertsänger ist Harald Stamm auf den bedeutenden Konzertpodien ein international gefragter Gast. Seine besondere Liebe gilt dem Lied. So hat er neben einer Vielzahl von Rundfunkproduktionen 2 Langspielpatten mit Liedern von Liszt, Franz, Brahms, Wolf und Schubert eingespielt. Liederabende führten ihn durch ganz Europa.
1988 wurde Harald Stamm vom Senat der Hansestadt Hamburg zum Kammersänger ernannt. 1993 berief ihn der Senat von Berlin als Professor für Gesang an die Hochschule der Künste.
Jurymitglied von DEBUT seit 2004.
KS Karan Armstrong
Zunächst als Pianistin ausgebildet, schloss Karan Armstrong 1963 ihr Musikstudium mit dem Bachelor of Music ab. Anschließend studierte sie bei der legendären Opernsängerin Lotte Lehmann Gesang bevor sie 1965 ihr Operndebüt in San Francisco gab. In den darauffolgenden Jahren war sie sehr oft an der „New York City Opera“, sowie dem „New Yorker Haus“ engagiert. Ebenfalls reiste sie nach Europa, wo sie an bedeutenden Opernhäusern in Berlin, Wien, Paris, London oder den Bayreuther Festspielen auf sich aufmerksam machte.
1985 wurde Karan Armstrong zur Baden-Württembergischen Kammersängerin in Stuttgart, 1994 dann zur Kammersängerin des Landes Berlin ernannt.
Clarry Bartha
Die in Schweden geborene Sopranistin Clarry Bartha studierte Gesang am Santa Cecilia Conservatorium in Rom, an dem Sie ein Diplom und Master in Oper erhielt, gefolgt von einem Master in Kammermusik an der Accademia Santa Cecilia.
Sie erhielt den ersten Preis im Gesangswettbewerb „Beniamino Gigli“ in Macerata und „Vincenzo Bellini“ in Catania.
Sie debütierte am Hof des Theaters Drottningholm in Stockholm in der Rolle der Donna Anna und spielte in ganz Europa noch in weiteren Mozart-Rollen, wie die der Gräfin, Fiordiligi und Arminda.
Zwischen 1987 und 1994 war sie festes Mitglied des Ensembles der Oper Frankfurt, an dem Sie Rollen wie die der Marschallin , Rusalka, Desdemona, Tatiana, Fiordiligi, Arminda, und Elsa sang.
Sie wurde an die wichtigsten Opernhäuser der Welt eingeladen, darunter das Theatre Royal de la Monnaie / Bruxelles, Palais Garnier / Paris, Opera Bastille / Paris, Teatro dell’Opera / Rome, Covent Garden London, Welsh National Opera / Cardiff, Marseille, Montpellier, Nancy, Catania, Stockholm, Bologna, Genoa, La Scala di Milano, Linz, Innsbruck, Berlin, Leipzig, Nürnberg und Düsseldorf.
Zu den Dirigenten zählen unter anderem G. Bertini, A. Jordan, G.-L. Gelmetti, G. Sinopoli, M. Wigglesworth, W. Sawallisch, W. Ashkenazy, N. Jäärvi, P. Jäärvi, D. Bernet, F. Ventura and O. Caetani, M. Honeck, G. Albrecht, A. Pappano, J. Fürst, J-L. Cobus, I. Pallo, M. Boder und H. Wallat.
In Zusammenarbeit mit den wichtigen europäischen Orchestern, entstanden Aufnahmen und Filme, darunter Les Danaides (Salieri, EMI), Guenter von Schwarzburg (Holzbauer, Naxons), Tchaikovskis’s women (C. Nupen – Teilnahme und Aufnahme – Dir. Ashkenazy), RAI Italiana, BBC, Radio France, Sveriges Radio, HR, Bayrischer Rundfunk, NDR und WDR.
Zu den bekanntesten Regisseuren zählten unter anderem G. Järvefeldt, R. Noelte, G. Vick, D. Alden, N. Brieger, S. Winge, L. Cavani, N. Lehnhof, B. Fassbänder, W.Decker, H. Wernicke, R. Wilson, B. Klimek oder C. Nel.
Mittlerweile ist sie erfolgreich in das hochdramatische Fach umgestiegen. Sie sang Rollen wie Jenufa (Küsterin), Katja Kabanowa von L. Janacek, Salomé, Die Frau ohne Schatten (Färberin) von R. Strauss, Tristan und Isolde von R. Wagner und Tosca von G. Puccini, sowie Lady MacBeth von Mzensk von D. Schostakovich, für welche sie mit dem Kritikerpreis der „Opernwelt“ 2002 ausgezeichnet wurde.
Christina Domnick, Studienleiterin Komische Oper Berlin
Die Dirigentin und Korrepetitorin Christina Domnick wurde 1974 in Hamburg geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt sie bei Prof. Peter Heilbut bereits im Alter von fünf Jahren, später kamen Geigen-, Bratschen- und Gesangsunterricht dazu. 1994 begann sie an der Musikhochschule Lübeck ein Studium im Hauptfach Orchesterdirigieren, das sie 1999 mit der Diplomprüfung abschloss.
Seit 1999 arbeitete sie mehrfach beim Opernkurs der Jeunesses Musicales Deutschland in Weikersheim, wo sie als musikal. Assistentin engagiert war und im Sommer 2005 als Studienleiterin für „La Traviata“ mit Yakov Kreizberg zusammenarbeitete.
Nachdem sie einige Jahre an den Theatern Bremen und Weimar als Solorepetitorin gearbeitet hatte, wurde sie 2008 als eine von zwei Studienleitern an die Komische Oper Berlin engagiert. Ihr Tätigkeitsfeld dort umfaßt neben Repertoirearbeit mit dem Ensemble sowie Koordination und Organisation der täglichen Probenabläufe auch die Arbeit als musikal. Assistentin für einzelne Produktionen.
Dr. Karl Dietrich Gräwe, Berlin
Dr. Karl Dietrich Gräwe studierte Germanistik, Musikwissenschaft, Zeitungswissenschaft und Theatergeschichte in München. Sein Studium schloss er mit einer Dissertation über "Ariadne auf Naxos" von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss ab. Sein Lehraufträge führten ihn danach nach München und Hamburg, wo er von 1973-1976 Dramaturg der Hamburgischen Staatsoper war. 1976 folgte er dem Ruf der Deutschen Oper Berlin, wo er bis 1984 als Chefdramaturg tätig war.
Seit 1969 arbeitet Dr. Karl Dietrich Gräwe als freier Mitarbeiter bei den Musikredaktionen mehrerer ARD-Anstalten und auch für den Schott Musikverlag in Mainz war er über einige Jahre tätig.
Dr. Karl Dietrich Gräwe gehört seit 2002 dem Gremium der Jury an, wobei er von 2002 -2008 den Juryvorsitz inne hatte.
Guy Montavon, Erfurt
Guy Montavon wurde 1961 in Genf geboren, wo Musiktheaterregie studierte. Anschließend studierte er an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Guy Montavon hatte an den verschiedensten Häusern von Hamburg über Barcelona bis New York große Auftritte.
Von 1985 bis 1988 war er Regieassistenz und wirkte als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bremer Theater; von 1992 bis 1995 wurde er als Oberspielleiter und stellvertretender Operndirektor an die Oper der Stadt Bonn gerufen. Für die Eröffnung der Finnischen Nationaloper im Dezember 1993 inszenierte Guy Montavon Bizets Carmen. Ab 1996 war er Intendant und Geschäftsführer des Stadttheaters Gießen GmbH, einem Dreispartentheater.
Als Generalintendant des Theaters Erfurt initiierte Guy Montavon einen Uraufführungszyklus und führte im September 2005 selbst Regie bei der Weltpremiere von Philip Glass` Oper Waiting for the Barbarians. Seit August 2002 ist Guy Montavon Generalintendant des Theaters Erfurt und künstlerischer Leiter der Dom-Stufen-Festspiele in Erfurt.
Jurymitglied seit DEBUT 2008
Ralf Tiedemann
Ralf Tiedemann ist seit 1997 Chefredakteur des Magazins DAS OPERNGLAS. In dieser Position prägt er maßgeblich die redaktionellen Inhalte wie auch das äußere Erscheinungsbild der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift, die als eines der international wichtigsten Klassikmagazine etabliert ist.
Festival- und Premierenbesuche führen den weit gereisten Opernkenner zu den wichtigsten Produktionen in aller Welt, mit den aktuellen Stars auf, vor und hinter der Bühne ist er ebenso im Gespräch wie mit den großen, unvergessenen Legenden der Oper sowie bedeutenden Persönlichkeiten in Bereichen auch über das Musiktheater hinaus. Seine fachkundige Meinung ist sowohl bei Print-, Radio- und TV-Produktionen als auch bei Gesangs-Wettbewerben gefragt.
Denette Whitter, Opernakademie Schloss Henfenfeld
Denette Whitter, künstlerische Leitung von DEBUT 2008. Die gebürtige Texanerin schloss ihr Soloklavier- und Korepetitionsstudium an der Boston University mit Auszeichnung ab und wirkte anschließend an zahlreichen amerikanischen und europäischen Opernhäusern. Seit 2005 leitet sie die Opern- und Konzertakademie auf Schloss Henfenfeld und hat Lehraufträge an den Hochschulen in Nürnberg und Würzburg inne.







